Kunst am Körper

Früher oder später stellt sich vermutlich jeder die Frage, ob er sich ein Tattoo zulegen soll. Denn die farbigen Hautstiche, die es übrigens seit mehr als 5.000 Jahren gibt, sind nach wie vor „in“. Auch wenn sich vormals coole Motive schnell zum No-Go entwickeln, Stichwort: Arschgeweih.

Auch wenn du Hämophilie hast, kannst du dir grundsätzlich ein Piercing oder Tattoo zulegen. Allerdings solltest du dir dies wirklich sehr gut überlegen, denn beide Dinge sind geplante Verletzungen. Entsprechend musst du Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Kurz & knapp das Wichtigste

  • Sprich auf jeden Fall vorher mit deinem Arzt!
  • Lege deinen Tätowier-Termin auf einen Tag, an dem du gut gegen Blutungen geschützt bist.
  • Lass dir keine Tattoos am Kopf, im Nacken, im Mundbereich und im Genitalbereich stechen – hier können Blutungen besonders kompliziert werden.
  • Last but not least: Informiere dich über den Laden, in dem du ein Tattoo stechen oder ein Piercing machen lassen möchtest. Hör’ dich um, achte auf einen guten Ruf und Sauberkeit. Wenn nicht alles steril ist, besteht die Gefahr von Infektionen und z. B. der Übertragung von Hepatitis!

 

Also: Lass dich unbedingt gut beraten. Der Aufwand und die potenzielle Gefahr sind gerade mit Hämophilie deutlich erhöht. Deshalb: Denk’ ruhig zweimal nach, bevor du dich dafür entscheidest. Vielleicht kommst du zum Schluss, dass es nicht nur das Klügste, sondern auch das Coolste ist, nicht zur Legion der Tätowierten und Gepiercten zu gehören.