Voller Zuversicht die Welt entdecken

Es ist für die Eltern eines hämophilen Kleinkinds oft nicht leicht, entspannt zu bleiben. Das Loslassen ist aber sehr wichtig für Ihr Kind, denn schließlich soll die kindliche Entwicklung gefördert werden, statt sie zu hemmen. Wenn die Kleinen zu krabbeln beginnen, steigt auch das Risiko, sich durch Stöße zu verletzen. Das kann zuhause passieren oder z. B. in einer Krabbelgruppe. Wichtig ist, dass alle Bezugspersonen neben Ihnen, also Familienmitglieder und Betreuer der Krabbelgruppe oder später in einer KITA, Kenntnis von der Erkrankung haben und wissen, was im Notfall zu tun ist.

Kinder spielen mit Erziehern


Zur normalen motorischen Entwicklung eines Kleinkindes gehören auch Stürze und Stöße. Um das Verletzungs- und Blutungsrisiko zu reduzieren, können Sie Ihr Zuhause jedoch entsprechend sicher und komfortabel umgestalten.

Normale Vorsicht walten lassen

Es gelten alle Vorsichtsmaßnahmen, die Eltern auch bei Kindern ohne Hämophilie ergreifen: z. B. Treppen mit Gittern sichern, Fenster und Balkontüren schließen, unnötige Stolperfallen und Gefahrengut wegräumen etc. Wenn Sie mögliche Risikostellen aufdecken möchten, machen Sie doch mal einen Gang durch die Wohnung in der Hocke. Aus dieser tiefen Perspektive erkennt man potenzielle Gefahrenquellen leichter.


Von anderen akzeptiert und möglichst ohne Vorbehalte in eine Gemeinschaft aufgenommen zu werden, kann für das Selbstbewusstsein der Kleinen von zentraler Bedeutung sein. Nicht die Erkrankung macht Ihr Kind besonders, es ist schon als Mensch an sich einzigartig. Darum sollten Sie sich immer wieder in Erinnerung rufen, dass Ihr Kind mit einer gut eingestellten Prophylaxe bestmöglich vor Blutungen geschützt ist. Wenn es regelmäßig gespritzt wird, ist kein großer zusätzlicher Betreuungsaufwand erforderlich.

Kinderspielgruppe

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