Prophylaxe – ein echter Erfolgsfaktor

Die Prophylaxe, also die langfristige Anwendung eines Faktor VIII-Präparats mit regelmäßigen Injektionen, ist heute die gängigste Therapie. Es gilt: je früher mit der Prophylaxe begonnen wird, desto besser. Aber auch im Erwachsenenalter lohnt sich die Umstellung von der Bedarfstherapie auf die Prophylaxe noch – insbesondere für Ihre Gelenke. Denn die Zahl der Gelenkblutungen, die auf Dauer sehr folgenreich sein können, wird durch Prophylaxe erheblich reduziert.1
Eine Alternative ist die Gabe eines Antikörpers. Dabei handelt es sich um ein Präparat, das die Funktion des Faktor VIII nachahmt, ohne einer zu sein. Informationen dazu erhalten Sie im Hämophilie-Zentrum. 

Gelenkblutungen verursachen erhebliche Schäden. Die fortschreitende Gelenkzerstörung führt zu Schmerzen, andauernder Bewegungseinschränkung, gestörter Gelenkfunktion, Verformung der Gelenke, operative Gelenkversteifung bzw. Gelenkersatz, Arbeitsausfällen bis hin zur Arbeitsunfähigkeit. Sprechen Sie Ihr Team im Hämophilie-Zentrum auf die Chancen dieser Therapieform an.

Prophylaxe lohnt sich

Wissenschaftliche Studien belegen, dass der Wechsel von der Bedarfsbehandlung zur Prophylaxe mit Faktor VIII auch im Erwachsenenalter eine 94%ige Reduktion von Gelenkblutungen erreichen kann.2


Im Vergleich zu Hämophilie A-Patienten mit Bedarfsbehandlung haben Prophylaxe-Patienten einen nachweisbaren Gelenkschutz.3 

Sie haben:

  • weniger spontane Blutungen
  • weniger Gelenkblutungen
  • weniger geschädigte Gelenke
  • besseren Gelenkschutz
  • weniger Schmerzen
  • weniger Arbeitsausfall
  • mehr Möglichkeiten für Aktivitäten
  • eine bessere Lebensqualität

> Mehr Informationen zu den Vorteilen der Prophylaxe 

1 Kavakli K et al., J Thromb Haemost 2015; 13(3): 360–369
2 Manco-Johnson MJ et al. J Thromb Haemost 2017; 15: 2115-2124
3 Oldenburg J et al. Haemophilia 2015; 21: 171-179

Neben der Faktor VIII-Prophylaxetherapie gibt es weitere Behandlungsoptionen bei Hämophilie A.