Homosexualität leben

Wenn du Jungs attraktiver findest als Mädchen, hast du vielleicht ein paar besondere Fragen. Hier haben wir wichtige Antworten rund um schwulen Sex für dich zusammengestellt.


Nein. Wie jede anstrengende Aktivität ist Sex für jemanden mit Hämophilie insofern riskant, als dass dadurch die Wahrscheinlichkeit einer Blutung steigt. Unabhängig davon, ob es sich um Sex zwischen zwei Männern oder zwischen Mann und Frau handelt.
Zu Blutungen kann es überall dort kommen, wo Blut fließt. Bei den meisten Sexualpraktiken sind insbesondere gut durchblutete Regionen im Spiel, wie Mund, Genitalien oder der Anus. Achte hier also bitte besonders darauf, ob du nach dem Sex Anzeichen von Blutungen bemerkst.


Blutungen durch Sex können überall auftreten, nicht zuletzt in den Gelenken. Es gibt aber Bereiche, die anfälliger sind als andere. Achte auf Verletzungen des Penis, veränderte Urinfarbe, Schwellungen oder Schmerzen. Bei diesen Symptomen solltest du sofort spritzen und deinen Arzt anrufen. Sex erhöht auch die Gefahr von Blutungen in der Lendenmuskulatur, die schwer zu erkennen sind.


Hämophilie oder nicht ist hier nicht entscheidend. Unsafer Sex – also ohne Kondom oder mit falsch benutztem Kondom – setzt dich dem Risiko sexuell übertragbarer Krankheiten aus. Da Kondome keinen 100%-igen Schutz bieten, erhöhen auch Häufigkeit und wechselnde Partner das Risiko. Kurz gesagt: du hast deinen Schutz selbst in der Hand!


Für jeden mit Hämophilie ist der Schritt zum Erwachsenwerden und sexueller Aktivität unter Umständen mit besonderen Herausforderungen verbunden. Bei Homosexualität kann dazu noch Druck von außen kommen – zum Beispiel aufgrund von Intoleranz, Unwissen, kulturellen oder religiösen Überzeugungen. Ignoranz und Diskriminierung können sogar dazu führen, dass Menschen ihr Schwulsein auch vor Freunden und Familie verbergen. Stressfaktor: hoch.

Mach dir klar: Schwulsein ist sicher kein Grund, sich zu schämen. Es ist ok, und du bist nicht allein, auch wenn du das vielleicht manchmal glaubst. Rede mit jemandem, dem du vertraust. Das kann ein enger Freund, aber auch ein Therapeut oder jemand deines Behandlungsteams sein.