Ein entscheidender Faktor für die Blutgerinnung

Bei gesunden Menschen zirkulieren der Faktor VIII und andere Gerinnungsfaktoren im Blut. Kommt es zu einer Verletzung, arbeiten die Faktoren zusammen, um die Blutung zu stoppen. Diesen Prozess der Gerinnung nennt man auch „Hämostase“.

Wenn der Faktor VIII fehlt (Hämophilie A), ist die Blutgerinnung gestört und funktioniert nicht richtig. Dann können bereits kleine Wunden zu gefährlichen Blutungen führen.

 

So läuft die Blutgerinnung ab.

Die Fähigkeit zur Blutgerinnung ist notwendig, um eine Blutung zum Stillstand zu bringen. Werden durch eine Verletzung Haut und feine Äderchen durchtrennt, entsteht eine Blutung. Jetzt beginnen Blutplättchen und Gerinnungsfaktoren (z. B. Faktor VIII) dieses „Leck“ zu verschließen. Dabei zieht sich das betroffene Gefäß zusammen und die aktivierten Blutplättchen lagern sich als erste Abdichtung an der Wunde an. Der endgültige Verschluss der Verletzung gelingt mithilfe von Eiweißfasern (Fibrin), die die Abdichtung verkleben.

Eine Blutgerinnung darf nur am Ort der Verletzung stattfinden. Würde das Blut auch an anderen Stellen beliebig verklumpen, könnten die Blutgefäße verstopfen. Daher läuft die Blutgerinnung in kontrollierten Schritten ab, bei denen sich die Gerinnungseiweiße erst gegenseitig aktivieren müssen, bevor der nächste Schritt eingeleitet wird (Gerinnungskaskade). Die Blutgerinnung kann nicht wie beschrieben funktionieren, wenn nur einer der Gerinnungsfaktoren – z. B. Faktor VIII – fehlt.