Familienplanung

Mit dem Erwachsenwerden kommen die großen Entscheidungen: Was erwarte ich von meinem Leben? Wie plane ich meine Zukunft? Karriere, Familie oder beides? Und: Wollen meine Partnerin und ich überhaupt Kinder?

Für Menschen mit Hämophilie fließt noch eine zusätzliche Überlegung in die grundsätzliche Familienplanung mit ein: Wie wirkt sich meine Erbkrankheit auf den Nachwuchs aus?

Zunächst einmal lässt sich diese Frage mit nüchterner Statistik beantworten. Sofern Ihre Partnerin nicht auch Überträgerin der Hämophilie (Konduktorin) ist, wird keines Ihrer Kinder erkrankt sein!

Allerdings werden Ihre Töchter die Erbanlage für die Gerinnungsstörung in sich tragen und damit Konduktorinnen sein. Bekommen sie später selbst Kinder mit einem gesunden Partner, dann besteht für den männlichen Nachwuchs eine Wahrscheinlichkeit von 50%, die Hämophilie zu haben.

Sie wissen, was für Sie und Ihre Partnerin die richtige Entscheidung ist. Wenn Sie sich unsicher sind oder offene Fragen haben, suchen Sie am besten das Gespräch – Ihr Hämophilie-Zentrum wird Ihnen sicher beratend zur Seite stehen. Vielleicht kennen Sie auch andere Menschen mit Hämophilie, die vor der gleichen Entscheidung wie Sie standen? Ein Austausch mit Menschen in derselben Situation kann sehr hilfreich sein!