Übersicht der Behandlungsmethoden

Die Hämophilie lässt sich dank moderner Medikamente heute sehr gut behandeln. Oberstes Therapieziel ist die vollständige Vermeidung von Blutungen und damit die langfristige Gelenkgesundheit. Eine individuelle Behandlung berücksichtigt u. a. den Schweregrad der Hämophilie, körperliche Aktivitäten, den Gelenkstatus und das PK-Profil*, genauso wie die persönliche Lebenssituation des Patienten.

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, die Hämophilie zu behandeln: die Bedarfsbehandlung (on demand) oder eine prophylaktische Behandlung (vorbeugende Dauerbehandlung). Die Behandlung mit Faktor-Präparaten – also die Substitution des fehlenden Gerinnungsfaktors VIII – gilt als die Standardtherapie in der Hämophilie A-Behandlung in Deutschland.

PK = Pharmakokinetik (Abbauprozesse eines Arzneistoffs im menschlichen Körper. Mit der Messung des Abbaus wird der Verlauf der Konzentration des Arzneimittels im Organismus verfolgt.)

Neben der Faktor VIII-Prophylaxetherapie gibt es weitere Behandlungsoptionen bei Hämophilie A.