Der aktuelle Standard: Faktor VIII ersetzen

Der Fachbegriff für das bis heute gängigste Verfahren in der Behandlung mittelschwerer und schwerer Hämophilie lautet „Substitutionstherapie“ (Ersatztherapie). Dabei wird der Blutgerinnungsfaktor VIII, den der Körper nicht selbst bzw. nicht in ausreichendem Maß produzieren kann, in die Vene gespritzt (intravenöse Gabe).

Seit rund 30 Jahren kann Faktor VIII gentechnologisch in gleichbleibender Qualität und mit einer hohen Zuverlässigkeit produziert werden. Bei diesen Präparaten wird zur Herstellung des Gerinnungsfaktors kein menschliches Blut benötigt. Diese Faktor-Präparate nennt man „rekombinant“. Auch so genannte plasmatische (aus menschlichem Spenderblut gewonnene) Faktor-Präparate stehen für die Substitutionstherapie zur Verfügung.

Neben der Faktor VIII-Prophylaxetherapie gibt es weitere Behandlungsoptionen bei Hämophilie A.