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Erstellt am 05.05.2017

Zahnarztbesuch ohne Komplikationen: Neue Methode macht’s möglich

Wer sich bis ins hohe Alter auf seine Zähne verlassen möchte, geht regelmäßig zum Zahnarzt. Doch nur knapp ein Achtel der Patienten mit einer erblichen Blutgerinnungsstörung lässt seine Zähne regelmäßig kontrollieren – aus Angst vor Komplikationen. Und das hat Folgen, wie eine Studie in Großbritannien zeigt: Über 80 % der Betroffenen mit Blutgerinnungsstörung hatten Karies, während es in der Gesamtbevölkerung nur 30 % sind.

Eine neue, von Zahnärzten und Hämatologen entwickelte Methode soll nun Ängste und Unsicherheiten von Patienten mit Gerinnungsstörungen und deren behandelnden Ärzte nehmen: Indem das Blutungsrisiko bei Zahnbehandlungen im Voraus bestimmt wird, kann der nötige Umfang einer hämostatischen Therapie während der Eingriffe ermittelt werden.

Die Methode heißt DeBRATT (Dental Bleeding Risk Assessment and Treatment Tool) und bewertet das Blutungsrisiko in Abhängigkeit von Schweregrad der Gerinnungsstörung und der zahnärztlichen Behandlung. Zudem soll sichergestellt werden, dass eine hämostatische Therapie nur dann eingesetzt wird, wenn sie wirklich nötig ist.

Quelle:

Rasaratnam L, Chowdary P, Pollard D, Subel B, Harrington C, Darbar UR.
Haemophilia 2017; 23(2): 247-254

L.DE.MKT.SM.05.2017.5546

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Letzte Änderung: 05. Dezember 2017   Seite drucken