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Erstellt am 19.05.2017

Wie häufig und weshalb stürzen Patienten mit schwerer Hämophilie?

Die fortschrittliche Therapie von Hämophilie steigert die Lebenserwartung der Patienten. Mit zunehmendem Alter kann das Sturzrisiko steigen, daher wurde bei erwachsenen Patienten mit Hämophilie untersucht, wie häufig und wieso sie stürzen. Alle Patienten in der Studie hatten schwere Hämophilie und fast alle wurden vorbeugend mit Gerinnungsfaktorkonzentrat behandelt. Von den 147 teilnehmenden Patienten stürzten in den letzten 12 Monaten fast 30% und die Hälfte davon mehr als einmal. Im Alter zwischen 18 und 30 Jahren war das Sturzrisiko überraschenderweise am höchsten (50%), nahm mit zunehmendem Alter ab und lag bei den über 60-Jährigen unter 10%. Die Wahrscheinlichkeit zu stürzen nahm aber auch mit der Zahl der Gelenkprothesen zu und mit dem Empfinden, nicht sicher gehen zu können. Nun sollen Vorbeugemaßnahmen entwickelt werden, um Stürze zu vermeiden.

Quellen:

Rehm H, Schmolders J, Koob S, Bornemann R, Goldmann G, Oldenburg J, Pennekamp P, Strauss AC.
Hämostaseologie 2017; 37: 97–103

L.DE.MKT.SM.05.2017.5598

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Letzte Änderung: 05. Dezember 2017   Seite drucken