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Erstellt am 22.12.2017

Wie genau ist die subjektive Bewertung der Behandlungsergebnisse durch Kinder und Jugendliche mit Hämophilie

Hämophiliepatienten kennen das: zwei Mal im Jahr mindestens gehen sie in ihrem Hämophiliezentrum, um beispielsweise den Gesundheitszustand ihrer Gelenke zu überprüfen. Neue Erkenntnisse zeigen:  nicht nur klinische Testergebnisse, sondern auch die Einschätzungen ihrer Behandlungserfolge durch die Patienten selbst können helfen, die Therapie noch besser an die jeweilige Lebenssituation des Patienten anzupassen.

Eine klinische Studie hat bei Kindern und Jugendlichen mit schwerer Hämophilie die objektiv gemessene Gelenkgesundheit mit der subjektiven Patientenbewertung der Bewegungsfähigkeit und der Lebensqualität verglichen. An der britischen Studie nahmen 127 Jungen im Alter zwischen 6 und 16 Jahren teil. Fast alle wurden prophylaktisch behandelt. Allgemein bewerteten die Kinder ihre körperlichen Funktionen und ihre Lebensqualität als gut. Die subjektive Bewertung entsprach der objektiven Messung der Gelenkgesundheit. Die subjektive Patientenbewertung unterschied deutlich zwischen persönlichen Situationen wie zum Beispiel Körpergewicht, Gelenkblutungen oder Hemmkörpern.

Insgesamt konnte ein sinnvoller Einsatz der Patientenbefragung zur Bewertung von Behandlungsergebnissen in der Hämophilie bestätigt werden. Patientenbewertungen können einen besseren Eindruck von spezifischen Problemen einzelner Patienten geben.

Quellen:

Khair K, Holland M, Bladen M, Griffioen A, McLaughlin P, von Mackensen S.

Haemophilia 2017; 23(6):918-925

L.DE.MKT.SM.12.2017.6140

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Letzte Änderung: 06. Juli 2018   Seite drucken