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Erstellt am 22.12.2017

Welche Wirkung hat in der Hämophilie eine Prophylaxe, die erst im Erwachsenenalter begonnen wird?

Ein- bis mehrmals pro Woche FVIII spritzen, das gehört für viele Hämophiliepatienten in Deutschland inzwischen zum Alltag. Wie wirksam diese prophylaktische Therapie auch im Erwachsenenalter ist, bestätigte eine  internationale Studie mit siebzig Patienten mit schwerer Hämophilie A.

Die Patienten, die zuvor nur bei Bedarf behandelt waren, wurden in zwei gleich große Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe blieb bei der Bedarfsbehandlung und die andere Gruppe erhielt Prophylaxe. Die Studie dauerte 3 Jahre lang. Alle Teilnehmer zeigten bereits bei Studienbeginn erhebliche gesundheitliche Einschränkungen durch die Hämophilie, die in der Gruppe mit Bedarfsbehandlung während der 3 jährigen Studiendauer  schlechter wurden. Während der 3 jährigen Prophylaxe dagegen nahmen die Blutungsraten trotz existierender Gelenkschäden ab. Prophylaxe hat die Gelenkfunktion, die Lebensqualität, Aktivitäten und Schmerzen verbessert, konnte jedoch das Fortschreiten von Gelenkschäden nicht aufhalten.

Um eine maximale Schutzwirkung zu erreichen, sollte Prophylaxe daher so früh wie möglich starten, um Gelenkschäden so gut wie möglich zu verhindern.

Quellen:

Manco-Johnson MJ, Lundin B, Funk S, Peterfy C, Raunig D und andere.

J Thromb Haemost 2017; 15(11):2115-2124

L.DE.MKT.SM.12.2017.6140

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Letzte Änderung: 13. April 2018   Seite drucken