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Erstellt am 23.10.2017

Venenfinder - ein Assistenzsystem zur Venenpunktion

Für viele Hämophiliepatienten gehört sie inzwischen zum Alltag: die intravenöse Injektion ihres Gerinnungsfaktors. Jedoch kann es unter Umständen schwierig sein, eine geeignete Vene sicher zu erkennen und zu treffen.

Um das Auffinden und damit die Injektion zu erleichtern, entwickelte ein 12-jähriger Hämophiliepatient gemeinsam mit seiner Schwester und einer Freundin (beide 16 Jahre) ein Assistenzsystem. Das Team, das mit seiner Idee kürzlich beim diesjährigen Bundeswettbewerb "Jugend forscht" den 4. Preis in der Kategorie "Arbeitswelt" gewann, hatte das Ziel, einen besonders kostengünstigen Venenfinder aus handelsüblichen Komponenten zu entwickeln.

Ihr System arbeitet mit Infrarotlicht, mit dem die Haut bestrahlt wird. Das von der Haut reflektierte Licht wird mit einer umgebauten Webcam oder einer Kamera aufgezeichnet und auf einem Raspberry Pi wiedergegeben. Diesen Einplatinen-Computer nutzen die Jungforscher für die selbst programmierte Bildoptimierung. Mit diesem Venenfinder gelang den drei jungen Forschern eine kontrastoptimierte Live-Darstellung der Venen im Videobild, dessen Bauanleitung und Computersoftware für jeden unter einer Creative Commons Lizenz zugänglich sind.

Quelle:

Stoetzer E, Ettlinger L, Stoetzer M.
www.jugend-forscht.de Fachgebiet Arbeitswelt 2017

L.DE.MKT.SM.10.2017.6031

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Letzte Änderung: 05. Dezember 2017   Seite drucken