News

Erstellt am 13.10.2016

Programmierte Sporttherapie für Hämophiliepatienten verbessert die körperliche Fitness

Hämophiliepatienten können von angemessener körperlicher Bewegung profitieren. Sie stärkt die Muskulatur, welche für die Gelenkkontrolle und -bewegung notwendig ist; zusätzlich können Patienten durch Bewegung Übergewicht vermeiden, das die Gelenke unnötig belastet.

Da die speziellen Trainingsgruppen in Hämophiliezentren für Patienten oft zu weit entfernt sind, haben Sportmediziner der Universität Wuppertal eine „Programmierte Sporttherapie“ entwickelt. Diese Sporttherapie ist eine Kombination von Schulung und selbstständig durchgeführtem Training in einem Fitnessstudio. Bereits zweimal pro Woche 90 Minuten spezielles Gerätetraining verbesserte deutlich die körperliche Leistungsfähigkeit von Hämophiliepatienten, ohne den Gelenkzustand zu verschlechtern. Patienten konnten Muskelkraft, Ausdauer und Balance nach 6 Monaten Training deutlich verbessern, im Vergleich zu Hämophiliepatienten, die kein Training absolvierten. Bei einem Ausdauertraining auf dem Laufband stellten die Wissenschaftler in weiteren Untersuchungen fest, dass 30 Minuten Training bei selbstgewählter Geschwindigkeit nicht zu erhöhtem Schmerzempfinden führt.

Die Wissenschaftler kommen zu dem Ergebnis, dass Hämophiliepatienten durch körperliches Training ihren allgemeinen Gesundheitszustand und die körperliche Leistungsfähigkeit verbessern können, ohne ihren Gelenken zu schaden.

Quellen

1. Runkel B, Czepa D, Hilberg T. Haemophilia 2016 [Epub ahead of print] DOI: 10.1111/hae.12957
2. Krüger S, Weitz C, Runkel B, Hilberg T. Haemophilia 2016 [Epub ahead of print] DOI: 10.1111/hae.13016

L.DE.MKT.SM.10.2016.5050

Copyright © Bayer Vital GmbH

Letzte Änderung: 05. Dezember 2017   Seite drucken