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Erstellt am 05.05.2017

Neue Erkenntnisse zur Therapietreue bei jungen Hämophilie-Patienten

Eine Therapie kann nur dann erfolgreich sein, wenn Patienten die Behandlungsempfehlungen des Arztes ernst nehmen und konsequent umsetzen. Dazu gehört bei Hämophilie auch der Umgang mit dem eigenen Körper, denn Betroffene sollten möglichst keine Verletzungen riskieren.

Die Therapietreue bei jungen Hämophiliepatienten ist relativ gut, das zeigte eine Umfrage unter 91 Hämophiliepatienten in England. jedoch fiel es etwa einem Fünftel der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 25 Jahren schwer, sich bei den Injektionen an die vereinbarten Empfehlungen zu halten.

Eine ähnliche Studie aus Kanada untersuchte Faktoren, die die Therapietreue junger Patienten beeinflussen. Gerade bei Kindern und Jugendlichen haben vor allem die Eltern einen enormen Einfluss auf das Verhalten. Doch auch der Freundeskreis eines Heranwachsenden spielt eine Rolle: So könnte sich ein Hämophiliepatient zum Beispiel über das Verbot riskanter Sportarten hinwegsetzen, wenn seine Freunde diesen Sport betreiben. Die Autoren folgern daraus, dass Eltern darin unterstützt werden sollen, ihren Kindern riskantes Verhalten zu verbieten bzw. die Konsequenzen zu erklären.

Denn die persönliche Einstellung zu Krankheit und Behandlung spielt eine bedeutende Rolle: Die Therapietreue ist erhöht, wenn die Patienten von der Notwendigkeit und Wirksamkeit der Prophylaxe überzeugt sind. Auch Patienten, die durch ihr soziales Umfeld unterstützt werden, halten sich eher an die ärztlichen Empfehlungen.

Quelle:

Bérubé S, Cloutier-Bergeron A, Amesse C, Sultan S. Pediatr Hematol Oncol. 2017
Jan 9;1-9. doi: 10.1080/08880018.2016.1260669. [Epub ahead of print] van Os SB, Troop NA, Sullivan KR, Hart DP. PLoS ONE (2017); 12(1): e0169880. doi:10.1371/journal.

L.DE.MKT.SM.05.2017.5545

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Letzte Änderung: 16. August 2017   Seite drucken