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Erstellt am 15.11.2016

Hämophilietherapie lebt vom Mitmachen!

Wie bei allen chronischen Erkrankungen ist auch bei der Hämophilie die Einhaltung der verordneten Therapie―hier der prophylaktischen Injektionen  mit Gerinnungsfaktor―eine Voraussetzung für die Erhaltung der Lebensqualität. Der Begriff Therapietreue  beschreibt, wie sehr sich ein Patient bei der Medikamenteneinnahme an die ärztlichen Empfehlungen hält.

Ärzte in 3 niederländischen Hämophiliezentren haben durch eine Umfrage nun die Therapietreue ihrer Hämophiliepatienten oder Eltern von Patienten erfasst. Die Hämophiliepatienten waren meist therapietreu, vor allem Eltern, die ihrem Kind die Injektionen verabreichen, erwiesen sich als sehr diszipliniert bei der Einhaltung der vorgegebenen Injektionen.

Patienten im Alter zwischen 20 und 45 Jahren befolgten ihr Prophylaxeschema weniger konsequent. Zur Verbesserung der Therapietreue können etwa die regelmäßige gemeinsame Besprechung des Injektionstagebuchs zwischen Arzt und Patient und besonders die Diskussion möglicher Hindernisse für die Injektion beitragen.

Die Aufklärung der gesamten Familie spielt ebenfalls eine große Rolle:  sowohl die Erziehungsberechtigten als auch der Patient haben es in der Hand, durch die Einhaltung ihrer Behandlungsempfehlungen weniger Blutungen und mehr Lebensqualität zu erreichen.

Quellen

Schrijvers LH und Kollegen. Br J Haematol 2016; 174(3):454-60
Witkop ML und Kollegen. Haemophilia 2016; 22(4):e245-50

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Letzte Änderung: 05. Dezember 2017   Seite drucken