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Erstellt am 02.12.2015

Gelenke im Fokus: mit Ultraschall den Therapieerfolg messen

In Deutschland und vielen Ländern Europas erhalten Kinder mit schwerer Hämophilie A von früher Kindheit an eine vorbeugende Therapie mit Gerinnungsfaktorkonzentraten, die sogenannte Prophylaxe. Unbestritten ist die Schutzwirkung dieser Prophylaxe auf die Gelenke, da sie vor Gelenkblutungen und späteren Gelenkschäden schützt. Dies hat eine Studie aus Spanien nun erneut gezeigt. Die Ärzte eines spanischen Hämophiliezentrums begutachteten die Gelenkgesundheit von Kindern dabei mit zwei unterschiedlichen Methoden: der körperlichen Gelenkuntersuchung und dem modernen Ultraschallverfahren.

Die Ergebnisse mit beiden Untersuchungsmethoden zeigten, dass die Kinder durch die Prophylaxe mehrheitlich beinahe gesunde Gelenke erhalten konnten. Außerdem bestätigte die Auswertung der Krankenakte, dass die Patienten äußerst selten Gelenkblutungen erlitten hatten. Durch die moderne und einfache Untersuchungsmethode mit Ultraschall kann somit der Therapieerfolg durch Prophylaxe gemessen werden. Das Verfahren erlaubt die schmerzlose Ermittlung der Gelenksituation und hat das Potential, breiter in der Praxis eingesetzt zu werden.

Quelle

Altisent C, Martorell M, Crespo A, Casas L, Torrents C, Parra R.
Haemophilia 2015 [Epub ahead of print] DOI: 10.1111/hae.12792

L.DE.MKT.SM.11.2015.4190

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Letzte Änderung: 05. Dezember 2017   Seite drucken