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Presse-Informationen
zum Thema Hämophilie

April 2009

Hämophile haben oft Vitamin D-Mangel und verminderte Knochendichte

TUCSON (MedCon) – Erwachsene Hämophilie-Patienten sollten gut auf ihre Knochen achtgeben, denn Osteoporose ist bei ihnen nicht selten. Das zeigt auch eine Studie, die am 24. Januar online in der Fachzeitschrift Haemophilia erschienen ist.

Von den 30 untersuchten Männern wiesen acht (27 Prozent) eine Osteoporose auf und 13 (43 Prozent) eine Osteopenie – die Vorstufe einer Osteoporose. Damit hatten nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation 70 Prozent der Patienten eine reduzierte Knochendichte. Die Männer waren zwischen 18 und 61 Jahre alt, das Durchschnittsalter lag bei 41,5 Jahren.

Folgende Variablen hingen mit dem Verlust von Knochenmasse zusammen: Vitamin D-Mangel, ein niedrigerer Body Mass Index, niedrigere Aktivitätswerte, geringere Beweglichkeit der Gelenke, eine HIV- oder HCV-Infektion, Inhibitoren in der Krankheitsgeschichte und Alter.

Wenn diese Parameter zutreffen, bietet es sich an, diese Gruppe hämophiler Patienten näher zu untersuchen. Allerdings bedarf es noch weiterer Studien hinsichtlich möglicher Behandlungen, inklusive einer Vitamin D-Therapie, um Knochenabbau und Knochenbrüche in dieser Risikogruppe zu vermeiden.

Quelle: Haemophilia. 2009; 15 (2): 559-65

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