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Dezember 2008

Interleukin-10 schützt vor blutungsbedingten Gelenkschäden

UTRECHT (MedCon) – Labor-Versuche niederländischer Wissenschaftler deuten darauf hin, dass Interleukin-10 (IL-10) Hämophilie-Patienten vor blutungsbedingten Gelenkschäden schützen könnte. Dies geht aus einem Artikel im British Journal of Haemotology hervor.

Nathalie Jansen und ihre Kollegen vom Institut für Rheumatologie und Immunologie am UMC Utrecht hatten Gewebeproben von menschlichen Gelenkknorpel vier Tage lang in Blutbestandteilen kultiviert, danach folgte eine Erholungszeit von zwölf Tagen. Dazu gaben die Forscher IL-10 in zwei verschiedenen Dosierungen.

Zusätzlich dazu kultivierten die Wissenschaftler Knorpel- und Synovialgewebe, das sie Gelenken mit hämophiler Arthropathie im Endstadium entnommen hatten, in Anwesenheit von IL-10.

Dabei zeigte sich, dass IL-10 die Knorpel vor den schädlichen Auswirkungen des Blutes schützte. Zusätzlich beeinflusste IL-10 die Knorpel von Patienten mit Hämophilie positiv und verringerte die Produktion von entzündungsfördernden Stoffen durch hämophiles Synovialgewebe.

„Auch wenn wir die beobachtete Wirkung im Labor erzielt haben, schützt IL-10 vor blutungsbedingten Gelenkschäden und sollte weiter als Kandidat für die Behandlung gewebeschädigender Auswirkungen von Gelenkblutungen untersucht werden“, plädieren die Forscher abschließend.

Quelle: Br J Haematol. 2008 Jul 14. [Epub ahead of print]

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