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Die Blutgerinnung

Was passiert eigentlich beim Bluten?

Jeder kennt das: Sobald Menschen sich schneiden oder anderweitig verletzen, beginnt Blut zu fließen, weil ein Blutgefäß beschädigt wurde. Der Körper reagiert dann umgehend und stoppt die Blutung. Als erstes zieht sich das Gefäß zusammen, so dass weniger Blut hindurchfließt – und somit weniger Blut verloren geht. Anschließend beginnt an der beschädigten Stelle ein Vorgang, der als BlutgerinnungBlutgerinnung
Die Blutgerinnung setzt ein, wenn der Körper eine Verletzung hat. An dieser Stelle verklebt das Blut und schließt die Wunde, so dass kein Blut mehr verloren geht.
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bezeichnet wird. Dies bedeutet, dass das Blut nicht länger flüssig ist, sondern klumpig wird.

Was passiert da genau?

Winzige, im Blut schwimmende Zellen, die so genannten Blutplättchen, sammeln sich an der Verletzung und beginnen diese zu verschließen. Ein feines Netz aus FibrinFibrin
Läuft die Blutgerinnung richtig ab, entsteht am Ende Fibrin. Es ist eine Art natürlicher Klebstoff, der bei einer Blutung die Blutzellen zusammenklebt und die Wunde verschließt.
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entsteht:
Schnell bildet sich eine Kruste – ein Blutgerinnsel – und die Blutung stoppt.
Danach beginnt die Wunde zu verheilen.

Damit die BlutgerinnungBlutgerinnung
Die Blutgerinnung setzt ein, wenn der Körper eine Verletzung hat. An dieser Stelle verklebt das Blut und schließt die Wunde, so dass kein Blut mehr verloren geht.
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überhaupt und vor allem in der erforderlichen Geschwindigkeit ablaufen kann, sind zunächst Blutplättchen und FibrinFibrin
Läuft die Blutgerinnung richtig ab, entsteht am Ende Fibrin. Es ist eine Art natürlicher Klebstoff, der bei einer Blutung die Blutzellen zusammenklebt und die Wunde verschließt.
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notwendig. Beides sind Stoffe, die immer in deinem Blut vorhanden sind. Bevor diese aktiv werden, müssen sie den entsprechenden Befehl erhalten. Dies erledigen die Gerinnungsfaktoren. Du kannst dir die Gerinnungsfaktoren wie Dominosteine in einer Reihe vorstellen. Sie arbeiten in einer Art und Weise zusammen, die Kaskade genannt wird. Dies bedeutet, dass einer der Faktoren den nächsten anstößt und dieser wiederum seine „Nachbarn“ und so weiter.

Die Gerinnungsfaktoren „sagen“ deinen Blutplättchen und dem FibrinFibrin
Läuft die Blutgerinnung richtig ab, entsteht am Ende Fibrin. Es ist eine Art natürlicher Klebstoff, der bei einer Blutung die Blutzellen zusammenklebt und die Wunde verschließt.
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, was zu tun ist, um die Blutung zu stoppen. Insgesamt gibt es in unserem Körper 13 dieser Faktoren, die mit römischen Zahlen nummeriert werden.

Guter Vergleich: Gerinnungsfaktoren – Dominosteine

Bleiben wir einmal beim Bild mit den Dominosteinen:
Stell dir vor, dass die Steine so aufgestellt werden, dass jedes Mal, wenn eine Reihe umfällt, in der nächsten Reihe eine noch größere Anzahl an Steinen als zuvor mit umgeworfen wird. Die Botschaft verstärkt sich also, je weiter man in der Kaskade vorankommt.
Und genau das ist der Sinn der Sache.

Klick die Dominosteine an, um die Kaskade zu aktivieren.

Ausgelöst wird die Kaskade durch den Gewebefaktor. Dieser Faktor ist im gesamten Körpergewebe enthalten, außer in den Zellen auf der Innenseite der Venen – dem so genannten Endothel. Normalerweise können also die anderen Gerinnungsfaktoren den Gewebefaktor nicht sehen, da das Blut immer von der Innenwand der Venen umhüllt ist.

Bei einer Verletzung wird das Endothel beschädigt und das Blut kommt in Kontakt mit Gewebe außerhalb der Venen. In diesem Fall treffen Blut und Gewebefaktor zusammen und die Kaskade beginnt.

Sonderfall bei Blutgerinnungsstörungen

Aber was passiert, wenn einer der Gerinnungsfaktoren – einer der Dominosteine – fehlt oder nicht in ausreichender Menge vorhanden ist?

Klick jetzt nochmals die Dominosteine an, um die Kaskade zu aktivieren.

Wie du siehst, funktioniert die Kaskade nicht mehr richtig. Zu viele Steine in der letzten Reihe bleiben stehen. Dies bedeutet: Das Blut braucht viel länger um zu gerinnen, weil das Signal, das für die Bildung des Fibrinnetzes benötigt wird, zu schwach ist. Wenn das passiert, sprechen wir von der Bluterkrankheit oder Hämophilie. Sie entsteht, wenn einer der Gerinnungsfaktoren fehlt oder nicht richtig arbeitet.

Unterschied zwischen A und B

Die häufigste Art der Bluterkrankheit, Hämophilie A, tritt auf, wenn der Faktor VIII fehlt oder nicht richtig arbeitet. Bei der Hämophilie B gibt es ein Problem mit dem Faktor IX. Sowohl Faktor VIIIFaktor VIII
Das ist einer von 13 so genannten Gerinnungsfaktoren, das heißt Proteinen, die deine Blutgerinnung bei Verletzungen aktivieren. Ohne Faktor VIII kann die Blutgerinnung nicht ablaufen, Wunden bluten deshalb viel länger.
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als auch Faktor IX werden benötigt, um das Fibrinnetz zu bilden und eine Wunde zu schließen.

Wenn jemand die Bluterkrankheit hat, kann zwar noch ein normaler Blutplättchenpfropf gebildet werden, aber er wird nicht richtig durch das Fibrinnetz "zusammengenäht". So geschieht es häufig, dass der Blutplättchenpfropf aus der Wunde herausgedrückt wird und die Blutung erneut einsetzt oder es einfach nicht richtig aufhört zu bluten.

Beide Formen der Bluterkrankheit werden vererbt. Es sind mehr Jungen als Mädchen betroffen.