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Begriffe ? einfach erklärt

Wissen macht schlau

Blutgerinnung

Die Blutgerinnung setzt ein, wenn der Körper eine Verletzung hat. An dieser Stelle verklebt das Blut und schließt die Wunde, so dass kein Blut mehr verloren geht.

Blutgerinnungsfaktor

An der Blutgerinnung sind viele verschiedene Blutgerinnungsfaktoren beteiligt. Sie fließen jederzeit im Blut mit, um im Falle einer Verletzung schnell zur Stelle zu sein und aktiv zu werden.

Chromosomen

Chromosomen enthalten die Erbinformationen, das heißt, die Anweisungen, die den Zellen in deinem Körper mitteilen, welche Funktionen sie auszuführen haben. Sie liegen immer paarweise vor, so dass es normalerweise immer zwei Kopien jedes einzelnen deiner Gene gibt.
Die Abbildung zeigt 46 Chromosomen eines Jungen.

Erbkrankheit

Das ist eine Krankheit, die von Eltern an ihre Kinder weitergegeben wird. Du hast sie von Geburt an und kannst dich damit nicht anstecken. Sie wird durch „beschädigte Texte“ auf den Genen verursacht, die mittendrin einfach aufhören, durcheinander geraten sind oder aber vollständig fehlen. Dieser Unterschied im Gentext kann in seltenen Fällen ganz von selbst auftreten: Man spricht dann von einer „Mutation“ (aus dem Lateinischen für „Änderung“). Liegt diese einmal vor, wird sie vererbt.

Faktor VIII

Das ist einer von 13 so genannten Gerinnungsfaktoren, das heißt Proteinen, die deine Blutgerinnung bei Verletzungen aktivieren. Ohne Faktor VIII kann die Blutgerinnung nicht ablaufen, Wunden bluten deshalb viel länger.

Fertig-Set

Das Fertig-Set besteht aus verschiedenen Komponenten, mit denen die Anwendung von Blutgerinnungsfaktor VIII besonders einfach ist. Mehr über das Fertig-Set und seine Handhabung erfährst Du hier.

Fibrin

Läuft die Blutgerinnung richtig ab, entsteht am Ende Fibrin. Es ist eine Art natürlicher Klebstoff, der bei einer Blutung die Blutzellen zusammenklebt und die Wunde verschließt.

Gene

Die Erbinformation auf den Chromosomen liegt in Form winziger Teilchen, der so genannten DNS (Desoxyribonukleinsäure) vor. Gene sind eine Art Bedienungsanleitung, über welche viele typische Eigenschaften einer Person – zum Beispiel Augen- oder Haarfarbe – bestimmt werden. Chromosome liegen immer paarweise vor, so dass es normalerweise immer zwei Kopien jedes einzelnen deiner Gene gibt.

Geschlechtschromosom

Chromosomen liegen immer paarweise vor, allerdings mit einer Ausnahme: X und Y. Mädchen haben zwei X-Chromosomen, Jungen haben ein X- und ein Y-Chromosom. Während Mädchen also 23 Chromosomenpaare besitzen, haben Jungen 22 Paare und zwei einzelne Chromosomen. Das Y-Chromosom enthält spezielle Informationen, die ein ungeborenes Kind braucht, um sich zu einem Jungen zu entwickeln. Das XChromosom dagegen enthält viele Gene, die sowohl Jungen als auch Mädchen benötigen.

Hämophilie A

Wird auch als Bluterkrankheit bezeichnet. Wer Hämophilie A hat, der hat zu wenig Blutgerinnungsfaktor VIII. Ohne Faktor VIII kann die Blutgerinnung nicht ablaufen, Wunden bluten deshalb viel länger.

Hämophilie B

Das ist ebenfalls eine Form der Bluterkrankheit. Wer Hämophilie B hat, der hat einen Mangel an Blutgerinnungsfaktor IX.

Plasma

Das Blut enthält eine Vielzahl von Zellen (rote Blutzellen, weiße Blutzellen und Blutplättchen). Wenn man diese herausfiltert, bleibt eine klare Flüssigkeit, das Plasma, zurück. Viele wichtige Stoffe, wie Antikörper und Gerinnungsfaktoren sind im Plasma gelöst. Leidet aber jemand an einer Infektion, befinden sich auch Viren im Plasma.

Von Willebrand-Jürgens-Syndrom

Hierbei handelt es sich um eine weitere Störung der Blutgerinnung, bei welcher der Vorgang des Blutens auch nicht normal abläuft. Menschen mit dieser Erkrankung sind zwar in der Lage, genauso wie gesunde Menschen Fibrinnetze zu bilden, aber der Blutplättchenpfropf bildet sich zu langsam. Diese Krankheit ist nach den Ärzten benannt, die sie entdeckt haben. Auch das von Willebrand-Jürgens-Syndrom ist vererbbar. Bei Jungen und Mädchen ist die Wahrscheinlichkeit dieser Krankheit allerdings gleich groß.

Zentrifugiert

Wenn du dich mit einen Eimer Wasser in der Hand um dich selbst drehst, spürst du, wie eine Kraft an deinem Arm zieht. Die wird Fliehkraft oder Zentrifugalkraft genannt. Wenn du den Eimer schnell genug drehst, bleibt das Wasser darin, selbst wenn du ihn über den Kopf hinweg schleuderst. Aus dem selben Grund fallen Menschen nicht aus der Achterbahn. Bei einer Flüssigkeit, in der etwas schwimmt – beispielsweise Blutzellen – kann man diese Zentrifugalkraft nutzen, um die reine Flüssigkeit von den in ihr schwimmenden Teilchen zu trennen. Nachdem die Flüssigkeit sehr, sehr schnell geschleudert wurde, sinken die Zellen und Teilchen auf den Grund und man kann klare Flüssigkeit entnehmen. Diesen Vorgang nennt man zentrifugieren.